Geschichte

Publiziert durch Patrick Pichler am 05. September 2012

 

STADION 

Name: Promotech-Arena
Fassungsvermögen (insgesamt): 2500
   
Tribüne:  
Stehplätze: 200
Sitzplätze: 440

 


 


Geschichte

 

1922

Im "Tagblatt" Nr. 141, Seite 5, vom 23.6.1922, steht folgender Bericht: "Am 2.6.1922 wurde der ATSV Mattighofen gegründet. In den provisorischen Ausschuss wurden gewählt:

 

  • Obmann: Hans Scheinast
  • Schriftführer: Hans Muhr
  • Kassier: Franz Baier
  • Turnwart: Josef Schlager
  • Gauobmann Franz Imperial aus Linz hielt ein Referat.

 

1924

Wie aus dem Tagblattbericht vom Jahre 1924 hervorgeht, bemühte sich ein erweiterter Vorstand, außer Turnen auch andere Sportzweige einzubinden.

 

  • Obmann: Franz Kramer, Otto Fuchs
  • Kassier: Hermann Fuchs, Rudolf Schamberger
  • Schriftführer: Rudolf Schweiger, Hans Scheibl
  • Kontrolle: Leopold Holzwieser, Franz Zimmerbauer
  • Männerturnen: Georg Schlager
  • Frauenturnen: Karl Wonka
  • Sportwart: Hermann Fuchs
  • Wintersport: Erwin Schön
  • Wandern: Franz Schweiger
  • Fußball: Hans Scheibl

 

1925

Am 27., 28. und 29. Juni 1925 fand in Schärding ein Bezirkstreffen statt, bei dem der ATSV Mattighofen durch eine Mädchenriege mit Freiübungen vertreten war. Der Turnbetrieb wurde bis zur Errichtung des Freizeitheimes im Saal Hinterberger, Marktplatz, durchgeführt.

 

DIE ANFÄNGE

Bis ins Jahr 1918 gehen die sportlichen Aktivitäten des ATSV Mattighofen zurück. Damals freilich noch ohne Verein und nicht Fußball war die Sportart Nr. 1, sondern das Turnen. Vier Jahre später, am 2.6.1922 kam es dann unter den Proponenten Hans Scheinast, Hans Muhr, Franz Baier und Josef Schlager zur Vereinsgründung. Der Verein war aus der Taufe gehoben und Hans Scheinast fungierte als erster Obmann der Vereinsgeschichte. Der ATSV zählt damit zu den ältesten Vereinen Mattighofen, ja des ganzen Innviertels, gab es damals doch mit Braunau, Ried, Schneegattern, ATSV Schärding und Friedburg nur fünf weitere Vereine. In den 30iger Jahren wurde von den idealistischen Mitgliedern und mit Hilfe des Konsum Mattighofen auf dem heutigen Sportplatzgelände ein Vereinsheim mit Turnhalle errichtet, das noch heute als Gemeindehaus existiert. 1934 musste aufgrund der politischen Wirrnisse der Sportbetrieb e ingestellt werden, der Verein lebte jedoch unter dem Pseudonym GÖC-Klub (Vorläufer des Konsum) weiter.

 

DER WIEDERBEGINN

1946 erfolgte unter Obmann Hans Achatz die Neugründung. Fußball trat anstelle des Turnens, und unter Trainer Professor Ferry Koller spielte der Verein im Salzburger Fußballverband Meisterschaft, wo man es bis zur Landesliga brachte und Cupsieger "950 Jahre Österreich" wurde. 1949 wechselte der Verein zum OÖ. Fußballverband, womit ein Abstieg des ATSV in die letzte Klasse (2. Klasse) verbunden war. Schon ein Jahr später konnte jedoch der Aufstieg geschafft werden, und man spielte gegen Braunau, Altheim, Schärding usw.  1954 musste die Sektion Fußball aus Personalgründen, - viele Stammspieler zog es in andere Länder und wanderten aus, - eingestellt werden. Es wurde bis 1959 lediglich die Tischtennissektion weitergeführt, um den Verein nicht auflösen zu müssen.

 


Erinnern sie sich noch? Mattighofen - eine Hochburg der Leichtathletik!   In diesen Jahren (1964 - 1967) war der ATSV auch eine Hochburg der Leichtathletik. Nicht nur auf Landesebene, auch auf Bundesebene erbrachten Dieter Mörl, Hans Jakob jun., Hans Pflug und Hans Vietz hervorragende Leistungen, die sogar in Staatsmeisterehren gipfelten.1964 MATTIGHOFEN - HOCHBURG DER LEICHTATHLETIK

DIETER MÖRL:

Staatsmeister im Weitsprung, Bundesmeister in der Olympiastaffel, Bundescupsieger in der Schwedenstaffel, mehrfacher ASKÖ Landesmeister, 15 erste Plätze in 12 Wettkämpfen, zweifacher OÖ. Juniorenmeister, dreifacher ASKÖ Landesmeister, 17 erste Plätze in 11 Wettkämpfen, zweifacher ASKÖ Landesmeister.

HANS VIETZ:

OÖ. Juniorenmeister in 110 m Hürden, Österreichischer Bundescupsieger, mehrfacher ASKÖ Landesmeister, 7 erste Plätze in 13 Wettkämpfen, Jahresbestleistung in 110 m Hürden, zweifacher ASKÖ Landesmeister, Jahresbestleistung in 400 m Hürden, Juniorenbestleistung in 110 m Hürden.

HANS JAKOB:

fünffacher ASKÖ Jugend Landesmeister, ASKÖ Bundesmeister in der Olympiastaffel, 11 erste Plätze in 11 Wettkämpfen, zweifacher OÖ. Jugendmeister. dreifacher OÖ. ASKÖ Jugendmeister, dreifacher OÖ. ASKÖ Jugendmeister, 7 erste Plätze in 7 Wettkämpfen, Bestleistungen in 300 m und 1500 m Lauf und Hochsprung (1,74 m).

Auch die Aktiven Silbermayer, Fuchs, Rauschmaier, Netzthaler, Fritz Mörl, Pflug und Reitsperger erbrachten sehenswerte Leistungen.

 

1965

1965 wurde mit dem Neubau des Sportplatzes begonnen, - innerhalb von nur zwei Jahren wurde die bis dahin existierende Löschdecke durch einen Rasen ersetzt und 1967 mit einem Spiel gegen Austria Salzburg feierlich eröffnet.

 

1970

1970 kam der ATSV zum zweiten Mal seit den Neuanfang 1959 zu Meisterehren. Die Kampfmannschaft beendete ungeschlagen die Meisterschaft und stieg in die 1. Klasse Südwest auf. In diese Periode fiel auch die Zeit der erfolgreichsten Nachwuchsmannschaften des ATSV, was sich später auch auf die Erfolge der Kampfmannschaft auswirken sollte. Durch gezielte Nachwuchsarbeit konnten sowohl die Jugendmannschaft (1970), die Schülermannschaft (1971) als auch die Juniorenmannschaft (1972) den Vizemeistertitel erringen. Nach wechselnden sportlichen Erfolgen in den letzten Jahren konnte man 1975 auch in der Kampfmannschaft die Früchte der vorangegangenen ausgezeichneten Nachwuchsarbeit ernten. Unter Trainer Adolf Karer wurde der Meistertitel zum dritten Mal in der Vereinsgeschichte geholt, womit der Aufstieg in die Bezirksliga West verbunden war. In diesem Jahr wurde auch der Sponsorvertrag mit der Sparkasse Mattighofen geschlossen, und der Vereinsname auf ATSV Sparkasse Mattighofen geändert. Leider musste schon zwei Jahre später der Gang in die 1. Klasse Südwest wieder in Kauf genommen werden. Durch Spielerabgänge und viel Pech stieg der Verein wegen einer nur um 2 Tore schlechteren Tordifferenz bei gleicher Punkteanzahl ab. Doch bereits im Jahr darauf (1978) schaffte die Kampfmannschaft unter Trainer Gerhard Filzmoser den Wiederaufstieg in die Bezirksliga Süd.

 

1982

Nach wechselvollen Erfolgen in der Bezirksliga Süd, sowie in der Bezirksliga West in den Jahren 1978 - 1983 kam es 1984 zum vorläufigen Höhepunkt in der Vereinsgeschichte des ATSV. Als Meister der Bezirksliga West schaffte der Verein erstmals den Aufstieg in die 2. Landesliga, die zweithöchste Spielklasse Oberösterreichs. In diesem Jahr errangen aber auch die Reservemannschaft und ein Jahr später die Junioren des ATSV den Meistertitel in dieser Klasse. Sechs Jahre gehörte der ATSV dieser Spielklasse an und schaffte 1985 und 1986 mit einem vierten bzw. einem dritten Platz die besten Platzierungen in dieser Klasse, ehe man 1990 wieder in die Bezirksliga Süd absteigen musste. Die Reservemannschaft wurde 1988 in der zweiten Landesliga zum zweiten Mal Meister. Vier Jahre spielte der Verein in der Bezirksliga und steigerte sich kontinuierlich vom 4. Tabellenplatz 1991 bis zum Meistertitel 1994 in dieser Klasse. 1993 wurde die Reservemannschaft und die Juniorenmannschaft abermals Meister der Bezirksliga West. Im Aufstiegsjahr 1994 verteidigte die Reservemannschaft den Meistertitel aus dem Vorjahr mit dem imposanten Torverhältnis von 155 : 35!