Pinkafeld fährt gegen Schattendorf wichtige drei Punkte im Abstiegskampf ein

Publiziert durch Heinz Bundschuh am 26. Mai 2017

Die nächsten drei Punkte unter Neo-Trainer Maximilian Senft konnte sich der abstiegsgefährdete SC Pinkafeld gutschreiben lassen. Der Sieg wurde aber durch Verletzungen von Stefan Diridl und Domen Kosnik bezahlt, deren Einsatz in Deutschkreutz nun ungewiss ist. Auch auf Seiten der Gäste gab es mit Ivan Stulajter einen Verletzten, der ersetzt werden musste.

Täglich grüßt das Murmeltier in der Abstiegsfrage


Fast täglich ändern sich die Meldungen hinsichtlich der Abstiegsfrage in den für das Burgenland relevanten Ligen. So dürfte es aus der Regionalliga Ost nun doch nur einen Fixabsteiger geben. Der durch den Aufstiegsverzicht der burgenländischen Nichtamateurvereine freiwerdende Platz kann nämlich nicht vom Zweiten aus Niederösterreich bzw. Wien nachbesetzt werden, sondern durch eine Verringerung der Anzahl der Absteiger aus der RLO. Zwischenzeitlich war ja von einem Relegationsspiel zwischen Mannswörth/Elektra aus der Wiener Stadtliga und Bruck/Krems/Leobendorf aus der 1. niederösterreichischen Landesliga die Rede. Nun ist wieder alles anders, weil ein derartiges Relegationsspiel nicht im Regulativ vorgesehen ist.
Für die Abstiegsfrage im Burgenland hätte dies insofern Auswirkungen, weil der Gegner der Mattersburg Amateure, die sich an diesem Wochenende ihren Meistertitel de facto sicherten (by the way: herzliche Gratulation an die SVM-Amas!), nun statt Admira Juniors St. Pölten Juniors heißen könnte.

Pinkafeld mit Windturbo im Rücken zur 2:0-Halbzeitführung


Der SC Pinkafeld startete ins Spiel gegen Schattendorf mit einem kleinen Zusatzturbo in Form von Rückenwind. Einen ersten Warnschuss aufs Gästetor gab Christoph Saurer im Zuge eines Freistoßes ab, der von der rechten Stange wieder ins Feld zurückklatschte.
Auch die Gäste versteckten sich nicht und Christian Stutzenstein kam im Zuge eines Konters zu einer Chance, bei der es ihm aber nicht gelang den Ball im Pinkafelder Tor unterzubringen.
Besser machte es in Minute 22 Anze Kosnik auf der anderen Seite, als er bei einem Elfmeter Gästetorhüter Alexander Bernhardt verlud und souverän zur Führung einschoss. Teamkollege Dominik Sperl war zuvor im Strafraum gefoult worden und Schiedsrichter Habip Tekeli hatte sofort auf den Elfmeterpunkt gezeigt.
Besagter Dominik Sperl hätte vier Minuten später sogar noch nachlegen können, als sein Schuss sich gefährlich auf das Tor der Schattendorfer drehte, dann aber doch von der rechten Außenstange wieder ins Feld zurücksprang. Auch Anze Kosnik fand eine gute Chance vor, die Landsmann Rok Smid für ihn vorbereitet hatte. Der Ball ging aber knapp an besagter Torstange vorbei.
In Minute 38 war es dann aber doch soweit. Zuerst unterbrach Rok Smid mit einem Abschlag einen sich abzeichnenden Konter der Schattendorfer. Den weiten Ball konnte Christian Plank gegen einen Gästespieler behaupten und ihn an Dominik Sperl weiterspielen. Dieser musste sich noch gegen einen Innenverteidiger durchsetzen, ehe er den Ball, dieses Mal an der richtigen Seite der rechten Torstange, ins Tor schoss. 2:0! Mit diesem Spielstand ging es auch in die Pause.

Pinkafeld legte in Halbzeit zwei nach


Schattendorf spielte nun mit dem Wind im Rücken, der aber im Vergleich zu Halbzeit eins nicht mehr diese Kraft entwickelte wie eine Stunde zuvor. Christian Stutzenstein fand im Zuge eines Gästeangriffes wieder eine Chance vor, aber der Ball ging um ein, zwei Meter übers Tor von Andreas Diridl.
Eine Vorentscheidung fiel in Minute 64. Der zur Pause für den verletzten Stefan Diridl eingewechselte Hannes Gamperl setzte sich auf der linken Angriffsseite durch. Er zog damit beinahe die gesamte Viererkette der Gäste auf sich, sodass seine Flanke einen verwaisten Michael Oberrisser fand, der alleinstehend den Ball nur mehr einzunicken brauchte. So hatten die beiden jüngsten Pinkafelder, beides Marke SCP-Eigenbau, drei überlebenswichtige Punkte im Abstiegskampf endgültig abgesichert.
Den Schlusspunkt setzte in Minute 84 das Pinkafelder Sturmduo Florian Prochazka und Anze Kosnik. Prochazka schickte seinen Sturmpartner im Zuge eines abgefangenen Gästeangriffes auf die Reise. Dieser konnte zwar von Außenverteidiger Manuel Barilits, der von der anderen Seite herangeeilt war, abgedrängt werden. Da aber der Rest der Viererkette für einen kurzen Moment unweit der Mittellinie verharrte, konnte der mitgelaufene Florian Prochazka die Kosnik-Hereingabe relativ mühelos zum Endstand verwerten.

Fazit: Pinkafeld fehlen noch drei Punkte


Da man sich im Fußball nie sicher sein, fehlen dem SC Pinkafeld zur endgültigen Rettung noch drei Punkte. So könnte man sich schon morgen mit einem Sieg in Deutschkreutz aller Abstiegssorgen entledigen. Sollte dies nicht gelingen sollte, gibt es gegen Eberau und Klingenbach noch zwei weitere Matchbälle. Würde man wissen, dass die SVM Amas am 14. und 17. Juni eine der beiden niederösterreichischen Junior-Mannschaften schlagen, könnte man heute schon feiern. Aber, wie gesagt, im Fußball kann man sich nie sicher sein, daher gilt es voll konzentriert an die nächste Aufgabe heranzugehen.
Für die Schattendorfer dauert das Kapitel Landesliga noch drei Runden. Wie von den Vereinsverantwortlichen zu erfahren ist, möchte man die Erfahrungen, die in diesem Jahr gemacht worden sind, nutzen, um in den nächsten Jahren neuerlich in die höchste burgenländische Spielklasse aufsteigen zu können. Der sympathischen Mannschaft wäre es zu wünschen, wenn ihr das gelingen würde.

Liveticker des Spieles:  http://ticker.ligaportal.at/live-ticker/233855/sc-pinkafeld-gegen-schattendorf

Das U23-Spiel endete 4:2. Hier geht es zum Liveticker:  http://ticker.ligaportal.at/live-ticker/251993/sc-pinkafeld-reserve-gegen-schattendorf-reserve

Pinkafeld - Schattendorf 4:0 (2:0)


Donnerstag, 25. Mai 2017, Pinkafeld, 200 Zuseher, SR Habip Tekeli

Tore:
1:0 Anze Kosnik (19., Elfmeter)
2:0 Dominik Sperl (37.)
3:0 Michael Oberrisser (64.)
4:0 Florian Prochazka (84.)

Pinkafeld: A. Diridl, D. Luif, M. Pahr, A. Kosnik, D. Kosnik (75. F. Prochazka), C. Plank, M. Oberrisser, S. Diridl (HZ. H. Gamperl), R. Smid, D. Sperl, C. Saurer (70. L. Kirnbauer); P. Buchegger, J. Knapp
Trainer: Maximilian Senft

Schattendorf: A. Bernhardt - B. Orszagh, S. Brunovsky (75. L. Stahleder), M. Barilits - N. Kasapovic, T. Rzucidlo (66. M. Feyertag) - C. Stutzenstein, T. Vajdik - M. Hujdurovic, I. Stulajter (63. P. Bali), D. Rapai; D. Lomosits, M. Herowitsch
Trainer: Thomas Wallner

Karten:
Gelb: Christoph Saurer (47., Kritik), Domen Kosnik (72., Unsportl.) bzw. Samo Brunovsky (60., Kritik)