Geschichte des SCO

Publiziert durch Maximilian Estl am 07. August 2015

GESCHICHTE DES SCO

- ERSTE VERSUCHE UND VEREINSGRÜNDUNG

Zum erstenmal wurde in Oberpullendorf im Jahr 1931 ein Sportclub gegründet. Es wurde kein geregelter Spielbetrieb durchgeführt, sondern man spielte in freundschaftlichen Begegnungen mit den benachbarten Vereinen Kaisersdorf, Lackenbach, Dörfl, Steinberg, Lockenhaus und Stoob. Gelegentlich gab es auch Freundschaftsspiele mit ungarischen Mannschaften. Der Club löste sich schließlich 1935 auf.

Nach dem 2. Weltkrieg wurde der Spielbetrieb vorerst mit den Mannschaften der Besatzungsmacht aufgenommen, da diese einen Sportplatz zur Verfügung hatten. Das Bestreben ging aber dahin, einen eigenen Sportclub zu gründen.

Am 17.2.1946 wurde die konstituierende Gründungsversammlung abgehalten und der Arbeiter-Sport-Club (A.S.C.) Oberpullendorf ins Leben gerufen.

Die Umbenennung des A.S.C. Oberpullendorf in den Sportclub (SC) Oberpullendorf erfolgte im Jahr 1950.

- SPORTANLAGEN

Am Ostersonntag des Jahres 1949 wurde neben dem Stoobbach die erste Sportanlage eröffnet. Bei der Generalversammlung am 26.2.1956 beschloß der damalige Vorstand den Bau einer neuen Sportanlage. Durch den hervorragenden Zusammenhalt von Spielern, Funktionären und freiwilligen Helfern konnte am 19.8.1956 die neue Sportanlage ihrer Bestimmung übergeben werden.1964 wurde an die Vereinsleitung eine Hiobsbotschaft herangetragen: Am Sportplatz wird eine allgemeinbildende Mittelschule errichtet! Vorläufig mußte am Stoobbach ein Ausweichplatz zur Aufrechterhaltung des Spielbetriebes bereitgestellt werden. 1965 wurde der Neubau des Sportplatzes in Angriff genommen und 1972 wurde das Fenyösstadion in Betrieb genommen.

- SPORTLICHE ERFOLGE UND WICHTIGE DATEN

1946
Das Jahr war aus sportlicher Sicht überraschend erfolgreich. 16 Siegen standen 2 Unentschieden und 15 Niederlagen gegenüber. Man absolvierte 21 Mannschaftsspiele in der Gruppe Oberpullendorf und 12 Freundschaftsspiele.

1947
verlief die Saison eher enttäuschend. Es gelang nur ein Sieg und mit 6 Punkten beendete man die Saison auf dem letzten Tabellenplatz.

1949
stand Oberpullendorf in der Gruppe zum erstenmal an der Tabellenspitze.

1950
reichte es nach einem Leistungsabfall der Mannschaft schließlich nur für den dritten Rang.

1951
gelangte der SCO durch eine Neueinteilung der Fußballgruppen in die 1. Klasse B Nord. Nur der SV Deutschkreutz verhinderte, dass der Meistertitel nach Oberpullendorf ging.

1953
wechselte der SCO in die 1. Klasse Mitte.

1955/1956
In der Saison 1955/56 schaffte kein österreichischer Verein eine Bilanz wie der SCO. 18 Siege, kein Unentschieden, keine Niederlage und ein Torverhältnis von 122:28 sprechen eine deutliche Sprache. Gehörig unter die Räder kamen Kr. Minihof (2:13) und Neckenmarkt (1:11). Als neuer Meister mußte die Mannschaft in die Qualifikation um den Aufstieg in die Landesliga. Erster Gegner war Sauerbrunn. Mit einem Gesamtscore von 8:3 Toren kam man problemlos weiter. Nächster Gegner war Großpetersdorf. Nach 2 Spielen stand kein Sieger fest (Score 6:6). Ein Entscheidungsspiel in Eisenstadt war notwendig, welches man mit 2:0 für sich entscheiden konnte; Oberpullendorf war neuer Landesligaverein!

1957/1958
stieg der SCO aus der Landesliga in die 1. Klasse B Mitte ab.

1960/1961
holte der SCO den Meistertitel und wechselte 1961 in die 2. Liga Süd. In der Endtabelle belegte man den 4. Platz.

1966/1967
mußte der SCO nach schwachen Leistungen in die 1. Klasse Mitte absteigen. Meister und Aufsteiger in die Landesliga wurde der SV Steinberg.

1971/1972
reichte ein zweiter Tabellenplatz für den Aufstieg in die 2. Liga Nord. Der Auftakt in dieser Spielklasse verlief wenig verheißungsvoll. Gegen den späteren Meister Leithaprodersdorf hatte man bei einem 0:7 wenig zu bestellen. Man beendete die Saison schließlich auf dem 9. Tabellenrang.

1973/1974
tauschte Antau mit dem SCO die Ligazugehörigkeit. Man startete als Titelaspirant in die 2. Liga Süd. Doch die hohen Erwartungen wurden herb enttäuscht. Durch einen Sieg gegen Deutschkreutz im letzten Spiel schaffte man den Klassenerhalt.

1976
gastierte die Wiener Austria im Fenyösstadion und gewann gegen das heimische Team mit 14:1.

1977/1978
gastierte zur Einweihung der Flutlichanlage die ungarische Nationalmannschaft in Oberpullendorf und gewann denkbar knapp mit 3:2 gegen eine burgenländische Auswahl.

1978/1979
landete Oberpullendorf auf dem letzten Platz. Aber durch die Gründung der 2. Liga Mitte blieb dem SCO der Abstieg erspart. Am 25. Oktober 1979 kam es zum Gastspiel des ungarischen Cupsiegers Raba Eto Györ. 2000 Zuschauer verfolgten den 14:2 Sieg der Ungarn.

1982
wurde der SCO ungeschlagen Herbstmeister, verspielte aber im Frühjahr den Meistertitel und wurde nur Sechster.

1985
vergab der SCO im Spiel gegen den späteren Meister Sigleß alle Chancen auf den Meistertitel. Man landete auf dem 2. Tabellenrang, der Rückstand betrug 4 Punkte.

1986
schlug der SCO im Rahmen eines Sportfestes den Club Amatori Calcio Ravosa (ITA) mit 6:3.

1988
Gastspiel des ungarischen Erstdivisionärs Bekescsaba

1992
Hallenturnier mit Haladasz Szombathely, Oberwart, Sigleß und der Kampfmannschaft des SCO; Gastspiel des Rekordmeisters Rapid Wien am 12.4

1993/1994
erreichte der SCO nach einer langen Durststrecke den akzeptablen 5. Tabellenrang.

1994/1995
löste ein vorletzter Tabellenplatz ein Umdenken in der Vereinspolitik aus. Es kam zum freiwilligen Abstieg in die 2. Klasse Mitte.

1995/1996
erreichte der SCO nach Anfangserfolgen nur den 10. Platz.

1996/97
Der SCO erreicht nur den 12. Platz in der 2. Klasse Mitte
Die U 16 des SCO gewinnt am 26. Oktober das Landesfinale gegen Oberwart und erreicht im Sommer beim internationalen "Upper-Austria-Cup" in Wels den hervorragenden 2. Platz.

1997/98
Es wird entschieden, dass mit Patrick Orlik und Marcel Hulak 2 "Legionäre" verpflichtet werden und dazu konnte mit Justin Javorek ein hervorragender Trainer nach Oberpullendorf geholt werden. In der Winterpause kamen noch einige Spieler aus der erfolgreichen Jugendmannschaft hinzu und am Ende stand ein hervorragender 2. Platz zu Buche.

1998/99
Es reicht wieder "nur" zum 2. Platz, obwohl man kurz vor Schluss noch die Tabellenführung übernehmen konnte.

1999/00
Trotz eines Trainer-Wechsels in der Winter-Pause reichte es "nur" zum 4. Platz in der End-Tabelle.

2000/01
Diese Saison war vom Verletzungspech geprägt. Die Mannschaft musste teilweise ohne Legionär auskommen, um so beachtlicher war der 3. Rang nach Ende der Meisterschaft.

2001/02
Der erste Meistertitel nach vielen, vielen Jahren konnte eingefahren werden. Nach dem Herbstmeister-Titel ging die Mannschaft mit vollem Selbstvertrauen in die Rückrunde und blieb in dieser ungeschlagen. Überhaupt stand nach Ende der Meisterschaft nur eine (!) Niederlage zu Buche. Somit war der Aufstieg in die 1. Klasse Mitte geschafft.

2002/03
Schon in der ersten Saison nach dem Aufstieg sorgte der SCO in der 1. Klasse Mitte teilweise für Furore. Am Ende stand ein toller 4. Platz, der für einen Aufsteiger wahrlich gut war.

2003/04
In dieser Saison konnte das Ziel, um den Meistertitel mitzuspielen, voll erfüllt werden. Nach dem Herbstmeister-Titel musste man sich am Ende nur Oberpetersdorf um einen Punkt geschlagen geben.

2004/05
Auch in dieser Saison reichte es "nur" zum 2. Tabellenplatz. Diesmal musste sich die Kampfmannschaft des SCO dem UFC Mannersdorf um einen Punkt geschlagen geben. Da es aber keinen Absteiger der Gruppe Mitte in der Burgenlandliga gab, wurde der Aufstieg in die 2. Liga Mitte geschafft. Zehn Jahre nach dem freiwilligen Abstieg ist der SCO wieder in der 2. Liga! Die Reservemannschaft holte sich den Meistertitel mit 3 Punkten Vorsprung auf Weppersdorf.