Chronik Teil 1

Publiziert durch Günter Stöckl am 28. Oktober 2012


Der   eigentliche   Gründungstag  des  Landecker   Fußballklubs   lässt   sich   nicht   mehr   genau   eruieren .  Es  war  auf   alle   Fälle  in den  ersten   Jahren  des  dritten   Jahrzehntes .  Gründungsmitglied ,  Wegbereiter  und  erster   Obmann  war Albert  Oblinger .  Er  war  maßgeblich  am  Bau  des  Spielplatzes   beteiligt ,  organisierte  die  ersten  Matches und  wirkte   selbst   als   Spieler  und Trainer  mit .  Bekannt  war  er   auch   als   Amateurradrennfahrer ,  später   wechselte   er   zu  den  Berufsfahrern  und  fuhr   auch   bei   der  Tour de Suisse und Tour de France  mit .
Das  Fußballspielen  war  für   ihn   eine   willkommene   Abwechslung ,  er   bemühte   sich   auch   nach  den  Anfangserfolgen  um  Unterstützung  und  Zuzug  von Verstärkungen. Wiedergründung  nach  dem Krieg 1945 -  Der  Krieg war  zu  Ende. Nur allmählich gelang die Umstellung zur Arbeit ohne Angst und in Freiheit. Die französische Besatzung war zwar  nicht  allzu bedrückend, doch beeinflusste sie das politische Leben  der  Bürger beachtlich.  Es  gab ja noch Internierungslager und Untersuchungen, aber bald wurde  auch  den Besatzern klar, daß in unserem Gebiet  der  Kampf um das Dasein und das Bemühen um die Wirtschaft und geordnete Lebensverhältnisse Vorrang vor Hass, Rache und Politik  hatten.Sport  und Spiel boten den bescheidenen Menschen von damals einen einfachen Weg in  eine  neu entdeckte, unbeschwerte Gemeinschaft  mit  erstrebenswerten Erfolgserlebnissen.  Der  Sport begann seinen unaufhaltsamen Vormarsch  auch  in unserem Bereich und insbesondere  der  Fußballsport hatte in den Folgejahren ein  bis  heute  nicht   mehr  erreichtes Hoch an Beliebtheit und Popularität erlebt.
Es  bedurfte sicherlich vieler eingehender Gespräche des Altobmannes des SC Landeck, Dir. Otto Dapunt, und von Josef Rimml im Herbst 1945  bis  es zur  Gründung  des Arbeiter-Turn- und Sportvereines Landeck-Zams kam. Bei dieser Gründungsversammlung ging  als  Präsident Josef Rimml hervor. Auf Anhieb hat dabei folgende Mannschaft den Aufstieg geschafft: Ernst Whys, Ossi Wechner, Robert Senn, Hubert Prantner, Erwin Guggenberger, Adi Zangerle, Hans Rieger, Hans Kappacher, Josef Senn, Helmut Bowolny, Ernst Koss, Josef Tamerl, Klaus Landerer, Erwin Schneider.
An seiner Stelle folgte an  der  Vereinsführung Dir. Otto Dapunt. Auch  er  war  maßgeblich  am Aufbau des Klubs und  Bau  des Sportplatzes  beteiligt . Die offizielle Geburtsstunde des  Landecker  Fußballvereins wird wegen  der  fehlenden Unterlagen aus  der  Anfangszeit  mit  den  ersten  Spielen im Rahmen des Tiroler Fußballverbandes angenommen. Im Jahr 1934 spielten die  Landecker  in  der  Oberlandliga, in  der  unter anderem Silz und Imst die Gegner waren.
Bereits  zu  dieser Zeit gab es aufgrund  der  allgemeinen Begeisterung  für  diese Sportart schon  eine  Reserve und  eine  Schülermannschaft. So wie heute waren  auch  die damaligen Lokalderbys echte Publikumsschlager  mit  viel Spannung und Hektik geladen. Dies ist  auch   bis  zum heutigen Tage so geblieben. Konnte die erste Begegnung gegen Zams noch  mit  10:0 gewonnen werden, so siegten diese in  der  Retourpartie knapp aber verdient.