Klubhaus neu

Spraydose statt Abrissbirne

Publiziert durch Leopold Stöhr am 10. September 2013

Die Problematik rund um die in die Jahre gekommene Infrastruktur des steirischen Traditionsklubs LUV Graz ist schon seit mehreren Jahren ein heißes Thema und wird von der Stadtpolitik wie ein Spielball hin- und her geschoben. Ob sich in nächster Zeit etwas in dieser Richtung tun wird, steht in den Sternen, die wohl nur Bürgermeister Siegfried Nagl deuten kann.
Fakt ist, dass LUV Graz weiterhin eine attraktive Adresse für viele sportbegeisterte Jugendliche ist und sich der Klub, vor allem im Fußballbereich, jährlich über großen Zustrom erfreut. Um ein Zeichen für die Jugend zu setzen, geht der Klub jetzt auch optisch neue Wege. So sorgten die Graffiti-Künstler Paul Riedmüller und "Minga Jaya" für einen neuen "Look" der längst baufälligen Vereinsgebäude. Sie verwandelten das Klubhaus in ein Stadion in dem die Zuschauermassen den Akteuren am Spielfeld zujubeln (siehe Bilder im Anhang). Eine Hommage an die Erfolge, die der Klub in der Vergangenheit gefeiert hat.
"Zeiten ändern sich und man muss auch den Mut zur Veränderung haben. Deshalb haben wir den zwei jungen Künstlern gerne eine Plattform geboten, ihre Kreativität ausleben zu können und den Klub auf diese Weise zu unterstützen", so Obmann Leopold Stöhr, dem die infrastrukturellen Probleme weiterhin ein großes Anliegen sind. "Die Gebäude sind baufällig und wir platzen aus allen Nähten. Über Neubau, Sanierung oder Umsiedelung wird schon seit Jahren von der Grazer Stadtpolitik geredet, nur mehr als Reden ist bisher leider nicht rausgekommen. Unsere Anlage gehört der Stadt Graz und deshalb müsste es auch in ihrem Interesse sein, dass Spieler und Spielerinnen zumutbare Bedingungen vorfinden."